Ein Tag bei Bea

Donnerstag 16 Uhr

Herrchen und Frauchen biegen von der Straße ab, mmhh die Stelle kenne ich doch, da ist die Haltestelle, jetzt parken wir und ich darf mit aussteigen.

Nase in die Luft und an die Laterne – ja , hier war ich schonmal ! Also laufe ich fröhlich mit meinen 2 Beinern an der Schranke vorbei und den Weg bis zum großen Tor entlang und Leute, ich kann euch sagen, es duftet immer besser: eine heiße Hündin muss auch irgendwann vorbeigekommen sein, japps, schneller Frauchen. Noch schnell das Beinchen heben, soll ja schließlich jeder wissen das ich hier war – grins.

Vielstimmiges Bellen tönt mir entgegen…. ich schau schonmal nach einer holden 4 Beinerin, kenn mich hier ja schon etwas aus : Der Baum ist meiner, der auch und die Hütte und mein Teich…… also Bauch rein, Brust raus und hocherhoben Hauptes im Imponiergang an den Zäunen flanieren …. ja Mädels schaut nur : ich komme.

Jetzt übergibt Frauchen die Leine an Bea und diese säuselt: „Ja hallo mein Schöner, nun komm mal mit.“ Wie ? Und meine Leckerchengeber ? Die drehen sich tatsächlich um und gehen zurück, Frechheit. „Wuff, kommt sofort her.“ Nix. Na gut, schauen wir mal was hier so passiert.

2 Sunden später

Die erste Stunde war ich echt im Stress: markieren dass die Blase vibriert ( nu isse leer), an Hintern der anderen Fellnasen schnuffeln, jeden meiner Artgenossen einschätzen……… . Mich von den Mädels streicheln lassen ließ mich fast schnurren , wie gesagt fast, bin ja keiner von diesen Katzen… Dabei habe ich vorhin hier schon 2 davon gesehen, wohnen die hier, mitten zwischen uns………. Respekt ?!

Nun bin ich aber körbchenreif und werde in das Haus gebracht. Meinen Zwinger teile ich mir mit einer netten Hündin, schon etwas älter, leider kastriert und sooooo ruhig – ok, für die Nacht das Beste, morgen schau ich nach den Ladys, irgendwo muss doch der leckere Duft von vor 2 Stunden geblieben sein.

 

Freitagmorgen um 7 Uhr

Um mich herum schnarchte , raschelte und pupste es in der Nacht – ist schon was anderes als zwischen Herrchen und Frauchen im weichen Bett zugedeckt zu liegen und am Hintern gekrault zu werden – aber es war ok. Nun strotze ich voller Tatendrang und zugegebenermaßen möchten meine Körperöffnungen auch an die frische Luft.

Jetzt kommt eine neue 2 Beinerin: Steffi . Sie führt mich in den Außenbereich, die Sonne schimmert schon zwischen den Bäumne durch, die Luft ist so lecker rein und Leute: ich höre Vögel zwitschern ! Schon was anderes als die kleine Pieselwiese in der Stadt zwischen Häusern – japp, hier gefällt es mir.

Schnell ein bisschen strecken und das strategisch beste Plätzchen suchen, um meinen Drops zu platzieren ( konnte ja zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen, dass die Menschen hier alles wieder wegräumen, wo ich mir so eine Mühe gegeben habe – Dropsi blieb sogar auf dem Grasbüschel liegen , da hätte mich jeder andere Rüde bewundert !!)

2 Stunden später

Inzwischen ist hier ein richtiges Ansturm, dauernd kommen neue Vierbeiner, ich bin schwer beschäftigt mit dem Abchecken und Kennenlernen. Die meisten sind ok, manche etwas grummelig und die Damen sind durchweg begeistert von mir – glaube ich jedenfalls. Vermisse ich Herrchen und Frauchen ? Nee, eigentlich nicht, ist ja genug los hier.

Ich glaube allmählich sind alle da, es wird ruhiger . Also lege ich mich unter einen Baum und döse vor mich hin bis mich eine Bewegung ganz hinten am Zaun fasziniert: was für ein komischer Hund, viel zu groß, riesengroße stehende Ohren, grau ………. und er riecht auch nicht wie einer. Merkwürdig ! Da ist noch so ein großer Hund – Hund , nein ich Dummerchen, ein Pferd…. und noch eins … und der Graue ist ein Esel ! Das musste mir erst Nelli sagen, die hübsche Labbidame neben mir, peiiiiinlich. Aber als Stadthund kann man ja nicht alles wissen.

11 Uhr

Es gibt Happi-happi…………. endlich. Bin ja fast verhungert – fällt mir gerade ein, ja schon ganz mager………. ehrlich . Viel zu schnell ist meine Schüssel leer, aber ich bin hochgradig zufrieden und frage mich ob es jetzt ein Nickerchen geben könnte. Was soll ich euch sagen, die Menschen hier können Hundegedanken lesen und bringen uns alle in unsere Räume.

Inzwischen ist die Sonne auch schon ganz schön hochgestiegen und warm. Also in die seitliche Wegehaltung gelegt und in 2 Sekunden bin ich eingeschlummert.

14 Uhr

Ja, ja, ja …. es geht wieder nach draußen. Diesmal in den Außenbereich mit einem Teich – Klasse !!! Kopfrüber rein- schließlich bin ich ein Goldi …… jippi, das ist cool. Die süße Nelli ist auch dabei – ja Schönheit, staune wie gut mir nasses Fell steht . Wenn ich mich an einer strategisch günstigen Stelle schüttele haben alle was davon. Am Besten gefällt mir wenn die Zweibeiner quitschend zur Seite springen… ha.

Am hinteren Zaun entdecke ich wieder komische Tiere: Hörner haben sie und einen Bart und die anderen 2 sehen aus wie Wattekugeln auf Beinern – Nelli klärt mich wieder auf : Ziegen und Schafe. Cool was diese süße braunäugige Labbidame so alles weiß und wie ihr nasses Fell duftet ……….. ich glaube ich habe mich verguckt, verschuffelt, verliebt………….

16 Uhr

Meine Schönheit wird abgeholt… machs gut Nelli, bis bald. Die anderen lenken mich schon ab, keine Sorge. Aber jetzt wird es spannend : Training nebenan und ich darf zusehen ! Sogar einen Parcour haben sie aufgebaut und die Menschen legen sich auch voll ins Zeug, wollen alle vor Bea glänzen .

Und plötzlich sind da Stimmen…… und ein Duft …… den kenn ich doch !? Herrchen und Frauchen !!! Ja, jippi, holt mich ab – ich hab euch soviel zu erzählen…..also hört zu : ………………………………, das war cool hier, wann darf ich wieder kommen ??????????????????????

 

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